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Monate und Jahre später

Was passiert ist nach der Camp-Session

Vier Geschichten — ohne Bearbeitung, ohne «before/after». So, wie wir sie in unseren Notizen und in Video-Interviews festgehalten haben. Die Namen sind echt, wo eine Erlaubnis vorliegt; wo nicht — geändert.

Випускник програми «Відновлення» auf Video aufgenommen
Zeugnis · Name verborgen · Audio 2026-01-28

«Während des Krieges fingen wir streunende Hunde, um zu überleben»

Das ist keine Sensation. Das ist das echte Zeugnis eines Kindes, das wir auf Video festgehalten haben — und nicht nur eines.

Der Jugendliche erzählte es ruhig — wie eine Tatsache. In ihrem Dorf gab es damals überhaupt kein Essen. Er erinnert sich, wie sie Hunde in einer ganzen Gruppe fingen, um sie zu teilen. Er war 9 Jahre alt.

Wir haben diese Geschichte bewahrt, bis wir einen Weg fanden, sie ohne Sensationslust zu erzählen. Das ist kein «Opfer». Das ist eine Generation, die überlebt hat — und nun eine stille Narbe in sich trägt, mit der wir gemeinsam arbeiten müssen.

Alter bei der Camp-Session: 10 Kontext: Besatzung · Hunger Arbeit: individuelle Psychologie
Випускник програми «Відновлення» regelmäßiges Thema
Kollektives Zeugnis des Teams · Jugendliche 13–16

«In den Familien, aus denen Kinder ins Internat kommen, ist es noch schlimmer, als im Internat selbst»

Das ist die schmerzhafteste Wahrheit, die uns Erzieher weitergeben. Das Internat ist ein schlechter Ort. Aber die Familie, aus der ein Kind dorthin kommt, ist oft schlimmer.

Deshalb fliehen Kinder nicht vor etwas Schlimmerem, sondern suchen nach etwas Besserem. Sie kommen nicht wegen «Sozialhilfe» in unser Zentrum — sie kommen wegen der Atmosphäre: Ruhe, ein Erwachsener, der zuhört, gemeinsames Gebet, kein Geschrei.

Und genau deshalb kommen sie wieder — solange wir genügend Plätze haben.

Kommen oft zurück: ~40% Wunsch bei der Wiederkehr: «noch eine Woche»
Випускник програми «Відновлення» 3 Jahre Begleitung
Kateryna · 14 Jahre · kam zweimal

«Ich habe keine Eltern — aber ich habe den Himmlischen Vater. Er formt meinen Charakter»

Beim ersten Mal kam Katya aus einem Kinderheim zur Camp-Session — schweigsam, mit Fäusten in den Taschen. Sie sprach fast gar nicht. Vor der Abreise faltete sie ein Blatt Papier zusammen und sagte nichts.

Ein Jahr später kam sie zurück — ihr Pflegevater brachte sie (die Familie ist nicht adventistisch). Sie kam selbst und bat darum.

Vor der Abreise sagte sie zu ihrer Mentorin: «Ich habe angefangen zu beten. Ich fluche nicht mehr. Das bedeutet mir viel.» Und dann fügte sie einen Satz hinzu, an den wir uns jetzt erinnern: «Ich habe keine Eltern, aber ich habe den Himmlischen Vater. Er formt meinen Charakter».

Alter: 14 Camp-Sessions: 2 Status: Pflegefamilie
Випускник програми «Відновлення» kritisches Alter
Jugendliche 15–16 Jahre · jede Camp-Session

«In einem Jahr werden wir das Internat verlassen. Können Sie uns adoptieren?»

In der letzten Camp-Session haben einige ältere Jugendliche die Mentoren direkt gefragt: „Können Sie uns nicht adoptieren?“

Das ist kein zufälliger Wunsch. In 1–2 Jahren verlassen sie das System — ohne Familie, ohne Wohnung, ohne Fähigkeiten für ein selbstständiges Leben. Die Aussicht ist beängstigend, und sie verstehen das.

Deshalb haben wir einen eigenen Bereich gestartet — Vorbereitung von Familien auf Adoption. Wir arbeiten gleichzeitig mit beiden Seiten: Wir bereiten Familien vor, die aufnehmen können, und die Jugendlichen selbst — damit ein Zuhause nicht „formal“, sondern echt ist.

Alter: 15–16 Anfrage: direkte Bitte um eine Familie Status: ~30% finden eine Familie
Jede Geschichte — aus einem Programm

Diese Geschichten sind das Ergebnis Ihrer Spende.

Sie werden diese Namen nicht unter Ihren persönlichen Erfolgen sehen. Aber sie sind hier — weil irgendwann jemand $100 gegeben hat.